Vegetation

In unmittelbarer Siedlungsumgebung entstanden durch Rodung Flächen für den Ackerbau, das Holz wurde vor allem für den Bau von Häusern, zum Heizen, zum Kochen und Backen sowie zur Herstellung von Gebrauchsgegenständen (Werkzeuge, Geschirr u. a.) verwendet. Spätestens ab der Eisenzeit wurde Holzkohle für die Erzverhüttung benötigt. Die ältesten Spuren dafür sind für das 3. Jh. n. Chr. in Düna bei Osterode belegt. Die Bewaldung am Harzhorn war im Mittelalter sicher geringer als heute, wie durch Spuren mittelalterlicher Wölbäcker in heute bewaldeten Teilen belegt ist. Die flachgründigen Kalkböden an den Hängen, insbesondere am Nordhang, eigneten sich weniger für den Ackerbau. Hier konnten vermutlich lediglich Holz und Kalksteine genutzt sowie Waldweide (Hutewald) betrieben werden (s. Abb.), was zu einer weitgehenden Entwaldung geführt haben dürfte. 

Auerochsen und Kuh im Hutewald im Reiherbachtal im Naturpark Solling-Vogler. (Foto: K. Hapke, Zweckverband Naturpark Solling-Vogler)